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Wie schön dieses Jahr blüht! Ob es der trockene Frühling ist, der den Wildblumen Chancen einräumt, die sie in nasseren Jahren nicht haben? Doch nicht nur Mohn und Kornblumen scheinen die frühe Trockenheit gut ab zu können (so leuchtend rote und blaue Felder, wie diesen Sommer habe ich seit vielen Jahren nicht gesehen). Erstaunlicherweise scheinen auch Pflanzen gut zu gedeihen, die es  eher nass mögen. Unglaublich viele Sumpfdotterblumen gab es im Frühling. Die gelben Blumen leuchteten an unserem Bachufer, aber auch im Kasseedorfer Naturgebiet waren es jetzt nicht mehr einzelne Inselchen, sondern riesige Atolle.
Und jetzt das Mädesüß! Die wolkenweichen Büschel stehen in Massen m kleinen Sumpf neben dem Lachsbach, formen große herrlich duftende Wolken. Und Wegränder – zwischen Langenhagen und Rethwisch zum Beispiel – werden von Mädesüß gesäumt.
Bei so viel Blüten, trau ich mich endlich, auch mal zu pflücken. Denn Mädesüß riecht nicht nur herrlich. Pflück ein paar Dolden und lass sie in einem Sieb trocknen. Im Winter – wenn es draußen wieder grau und ruppig ist – schmeckt Mädesüß-Tee ganz besonders. Das weiche Mandelaroma ist herrlich tröstlich. Wohltuend mit Lindenblüten als Erkältungstee.